Architektur schafft sinn- und bedeutungsvolle Zusammenhänge aus leeren Räumen.

Liebe zur Leere

Für viele ist Leere ein Nichts, definiert durch das, was fehlt. Eine Tasse scheint erst dann Bedeutung zu haben, wenn sie Kaffee oder Tee enthält. In der Architektur kehren wir diese Sichtweise um: Die Leere selbst wird zum wesentlichen Gestaltungselement. Architekt*innen entwerfen abstrakte Raumgefüge – leere Volumen, die erst durch ihre materiellen Grenzen spürbar und sinnlich wahrnehmbar werden. In dieser Spannung zwischen Form und Offenheit entstehen Atmosphäre und Raumerlebnis. Je präziser ein Gebäude geplant und realisiert ist, um eine bestimmte Wirkung auf seine Bewohner und Besucher zu entfalten, desto geringer wird das Bedürfnis, die Angst vor der Leere (horror vacui) durch dekorative oder stimmungsbildende Objekte zu überlagern. „Hier fehlt nichts“ – sagt man, wenn ein Bauwerk unter die Haut geht und zur Reflexion einlädt. Auf diese Weise entstehen durch Architektur sinn- und bedeutungsvolle Zusammenhänge: leere Räume, die zur Bühne des Lebens werden. Orte, an denen Menschen täglich Zeit, Gedanken und Augenblicke miteinander teilen.

Büroprofil

Amor Vacui Architektur ist das Architekturbüro von Marton Hakkel, MSc. Architekt. Es plant und realisiert private wie öffentliche Bauvorhaben mit Sorgfalt, Leidenschaft und gestalterischer Präzision.
Doch AVA ist mehr als ein Einzelunternehmen – es ist ein kreatives Netzwerk aus ausgewählten Fachplanern und Unternehmern der Bau- und Gestaltungspraxis. Gemeinsam entwickeln wir individuelle Lösungen für anspruchsvolle Bauherr*innen, die architektonische Qualität und kulturellen Anspruch schätzen. Mit Aufmerksamkeit und fachlicher Kompetenz begleiten wir Bauherrschaften durch den komplexen Prozess des Bauens – von der ersten Vision und Potenzialanalyse bis zur strukturierten Organisation und verlässlichen Leitung der Baustelle. Unser Fokus liegt auf einer konzeptionellen Tiefe, die weit über das Erfüllen funktionaler Anforderungen und technischer Standards hinausgeht: Wir gestalten Räume mit Charakter – Orte, die durch atmosphärische Qualität berühren und inspirieren.

Biografie

Marton Hakkel erwarb 2010 seinen Masterabschluss als Ingenieur-Architekt an der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest (BMGE). Von 2011 bis 2013 war er Doktorand am DLA-Institut der Architekturabteilung. Während seines Studiums wurde sein Engagement in freiwilligen Aktivitäten – wie die Teilnahme an Ideenwettbewerben, Studierendenkonferenzen und Workshops – mit dem „Pro Progressio“-Diplompreis (2010) sowie dem Junior Prima Preis (2012) ausgezeichnet. Zwischen 2013 und 2022 sammelte er umfassende Praxiserfahrung als Entwurfs- und später als projektleitender Architekt in verschiedenen Architekturbüros, wodurch er seine Expertise in den Bereichen Planung, Kostenmanagement und Bauausführung vertiefte. Von 2013 bis 2016 lebte er in Samedan und setzte sich bei Mierta und Kurt Lazzarini Architekten intensiv mit der Engadiner Baukultur auseinander, insbesondere durch Umbauprojekte.
Die Jahre 2016 bis 2019 prägten seine berufliche Entwicklung nachhaltig. In dieser Zeit vertiefte er bei dem Baukünstler Beat Consoni in St. Gallen seine Leidenschaft für den poetisch-puristischen Umgang mit Weissbeton – unter anderem im Rahmen der Ausführungsplanung für den Neubau des Spitals Grabs.
Von 2019 bis 2021 erweiterte er seine Kompetenzen im professionellen Projekt- und Teammanagement im Grossbüro von Bollhalder Eberle Architektur.
In den Jahren 2021 bis 2022 unterstützte er das Team von bürge wendel architekten als Projekt- und Bauleiter bei der Realisierung von drei Einfamilienhäusern in Rickenbach bei Wil.

Seit 2022 führt er sein eigenes Architekturbüro in St. Gallen und entwickelt Amor Vacui Architektur kontinuierlich zu einem innovativen und zukunftsorientierten Architekturbüro weiter.