Hatecke du Theatre, Bar-Boucherie, Seefeld, Zürich
| Bearbeitung | 2024 |
| Programm | Umbau / Ladenausbau |
| Projektstatus | Realisiert |
| Ort | Dufourstrasse 20, 8008 Zürich |
| Auftragsart | Direktauftrag |
| Bauherrschaft | Hatecke SA |
| Leistungen | Gesamtplanung, Bauleitung |
| Lichtplanung | Thomas Thüring, TT Licht |
| Schreinerarbeit | Yassin Hatecke, Fierz E. Schreinerei |
| Fotografie | Balázs Danyi |
Die 2017 fertiggestellte Bar-Boucherie Hatecke an der Usteristrasse in Zürich hat sich in den letzten Jahren bei vielen Kunden, welche die Engadiner Spezialitäten von Frischfleisch bis Trockenfleisch schätzen, grosser Beliebtheit erfreut. Dem Konzept folgend, die Metzgerei als Laden und Restaurant zu kombinieren, erweitert die Familie Hatecke ihr Angebot am neuen Standort an der Dufourstrasse im Seefeld. Im historischen Haus bzw. dessen ortsbildgeschützten Speisesaal «du Theatre» sollte eine edle, zeitgemässe Bar-Boucherie mit möglichst wenigen Eingriffen in die bestehende Architektur konzipiert werden.
In einem ersten Schritt werden alle gestalterisch überflüssigen Elemente des Restaurantausbaus der letzten Jahrzehnte wie Windfang, massive Bartheke, Beleuchtungselemente, Vorhänge, Regale, Dekorationen etc. entfernt, so dass die historische lineare Ornamentik der Gipsdecke und der Wandvertäfelung mit Architekturgesimsen wieder zur Geltung kommt. Der L-förmige Saal wird durch die neue Leere für den Überblick des eintretenden Besuchers geeint. Im Schwerpunkt befindet sich nun eine Kühltheke, gefüllt mit diversen Fleischprodukten, und die sieben Meter lange Arbeitsfläche aus Chromstahl: Es ist vor allem eine Metzgerei, die nebenan Platz für den Verzehr von Fleischgerichten am Tisch bietet. Die raumhaltige Rückwand hinter der Metzgertheke fungiert als subtiler Filter zwischen Küche und Metzgerei. Weisser Marmor aus Lasa (Südtirol) verkleidet nicht nur dieses Element, sondern markiert auch klar die Grenze zwischen dem Arbeits- und dem Gästebereich. Alte und neue Raumelemente (dezentes Beleuchtungssystem, textile Akustikflächen) erscheinen in unterschiedlichen Weisstönen. Hingegen bilden die dunkel geölten und lasierten Holzoberflächen und die lackierten «Schuppenpanzer» der Metallstützen einen spannungsvollen Kontrast dazu.