Kiosk am Bürkliplatz, Stadthausanlage, Zürich
| Bearbeitung | 2022 bei BÜRGE WENDEL ARCHITEKTEN |
| Programm | Ersatzneubau |
| Projektstatus | Projektwettbewerb im offenen Verfahren |
| Ort | Bürkliplatz, 8001 Zürich |
| Mitarbeit bei | bürge wendel architekten, Wil |
| Position | Projektleiter |
| Leistungen | Konzept, Entwurf |
Die Stadthausanlage befindet sich an zentraler Lage in der Stadt Zürich in einem hochwertigen, geschichtsträchtigen Umfeld von internationaler Bedeutung. Unter dem lichten Baumdach der Stadthausanlage trifft man sich auf dem Wochenmarkt, besucht Veranstaltungen oder sucht Schatten an heissen Sommertagen. Sie ist ein wichtiges Bindeglied zwischen der bebauten Stadt und dem Seeufer. Mit der Ergänzung des neuen Baumrasters durch den Landschaftsarchitekten Guido Hager zwischen 1997 und 2000 wurde die Anlage den heutigen Bedürfnissen angepasst und alte Bäume im Raster ersetzt. Nur noch wenige Bäume erinnern an die ursprüngliche Anlage und ihre lange Geschichte. Der Maillard-Pavillon, der als einziges Bauwerk im Park auf die Axialsymmetrie reagiert, wird in seiner Bedeutung als zentrales und identitätsstiftendes Schmuckstück des Platzes geschätzt. Das bestehende Kioskgebäude aus den 1970er Jahren entspricht nicht mehr den Anforderungen an einen zeitgemässen Betrieb. Es soll durch einen Neubau ersetzt werden, der den geschichtsträchtigen Ort durch eine lebendige und zugleich zurückhaltende Nutzung aufwertet.
Der Entwurf positioniert sich am östlichen Rand des Parks und vereint das Raumprogramm in drei zueinander proportionierten, quadratischen Baukörpern zusammen. Die ersten beiden Volumen, der Marktpavillon mit öffentlichen Toiletten und das Buffet, sind bewusst nicht im Baumraster angeordnet, sondern leicht versetzt, um sich den Hauptnutzungen wie Marktbetrieb und anderen Veranstaltungen unterzuordnen. Erst durch diese Positionierung wird der Park konsequent durchlässig umgestaltet, da sich die Baukörper nicht mehr zu einer bestimmten Seite hin orientieren. Es entsteht keine Vorder- und Rückseite des Parks. Das dritte Volumen, ein grosszügig gestaltetes, freistehendes Dach, wird zum zentralen Element des Trios und bindet es – durch seine rasterförmig angeordneten Stützen – souverän und diskret in die Gesamtanlage ein.